Quartiersbüro Schönwalde II

Der Stadtteil

Unser Schönwalde II


Schönwalde II ist eine von drei Plattenbausiedlungen, die in den 70er und 80er Jahren auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen am Stadtrand gebaut wurden. Nach Greifswald ziehende Arbeiter für das Kernkraftwerk Lubmin oder das Nachrichtenelektronikwerk (NEG heute Siemens) mussten mit ihren Familien untergebracht werden. Von 1973 bis 1987 entstanden im Stadtteil rund 5.500 für damalige Verhältnisse sehr moderne Wohnungen. Fernheizung, warmes Wasser und ein eigenes Bad waren in den Greifswalder Altbaugebieten – sofern sie noch bewohnbar waren – nicht zu finden. Entsprechend begehrt waren die Wohnungen.

 

Dringend benötigte Gebäude für Kaufhalle, Schulen, Kindergärten oder Krippen vervollständigten den Stadtteil. Zu den Besonderheiten zählten vier Studentenwohnheime in der Makarenkostraße und der architektonisch interessante Neubau der Christuskirche.
Pläne für ein attraktives Stadtteilzentrum mit Springbrunnen, Wohngebietsgaststätten, Bibliothek, Kegelbahn etc. wurden allerdings nicht umgesetzt.

Nach der gesellschaftlichen Wende hat sich die Situation geändert. Neue Bedingungen am Arbeitsmarkt, veränderte Ansprüche an Wohnumfeld und Wohnung einhergehend mit neuen Wohngebieten im Umland oder Innenstadtbereich hatten zur Folge, dass Schönwalde II an Attraktivität verlor.
Wohnungsunternehmen und Stadtverwaltung haben auf die veränderte Situation reagiert. Neben ersten Rückbaumaßnahmen in stark verdichteten Wohnbereichen wurden Häuser saniert und modernisiert, Wohnungsgrundrisse verändert und Innenhöfe neu gestaltet.

 
Mit dem Schönwaldecenter entstand ein modernes Einkaufscenter mit Mehrzweckhalle. In der ehemaligen Schulspeisung „Kiste“ wurde neben Studentenclub und moslemischem Gebetsraum der größte Hörsaal der Universität integriert. Träger wie die Aktion Sonnenschein bieten im Stadtteil Angebote für Besucher aus ganz Mecklenburg-Vorpommern.
Ein neues Stadtteilzentrum mit generationsübergreifenden Angeboten wird voraussichtlich im März 2010 an die Nutzer übergeben.

All die genannten Dinge, einhergehend mit der guten Anbindung an den Innenstadtbereich, die Lage am Stadtpark und der Fahrradachse Pappelallee, aber auch die Nähe zum neuen Universitätscampus sind Rahmenbedingungen, die weiterhin eine positive Entwicklung des Stadtteil ahnen lassen.

Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben wurde der Stadtteil 2004 in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Gleichzeitig nahm das Quartiersmanagement der Caritas seine Arbeit auf. Unter dem Motto „Wir machen Schönwalde II zu unserer Nr. 1“ gestalten Bewohner und Akteure ihren Stadtteil.