Quartiersbüro Fleischervorstadt

Der Stadtteil

Die Greifswalder Fleischervorstadt ist ein Gründerzeitquartier, welches Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge des Anschlusses Greifswalds an das Eisenbahnnetz entstand.

 

Durch seine günstige Lage in unmittelbarer Nähe der Innenstadt entwickelte sich das Quartier zu einem belebten Wohnviertel mit verschiedenen Kleingewerben.

 

Die Vernachlässigung der Bausubstanz in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts zugunsten der Neubaugebiete im Süden der Stadt führte zu einem desolaten Zustand bis hin zu Nichtbewohnbarkeit vieler Häuser. In den letzten Jahren vor der politischen Wende 1989 war die Fleischervorstadt wie auch andere Teile der historischen Altstadt von großflächigen Abrissplänen bedroht.

 

In der Folge zog ein Großteil der ansässigen Bevölkerung in andere Stadtteile. Durch den erheblichen Leerstand der Häuser bildete sich eine Konzentration verschiedener Probleme im Quartier.

 

Es folgte die Aufnahme der Fleischervorstadt ins Programm „Soziale Stadt“ im Jahr 1999.  Das Quartiersmanagement Fleischervorstadt begann im Jahr 2002 mit seiner Arbeit. Durch verschiedene städtebauliche Maßnahmen und Sanierungen sowie die Beteiligung der Bevölkerung im Rahmen der Stadtteilarbeit begann ein Umschwung der vormals negativen Entwicklung. Die Fleischervorstadt entwickelte sich durch ihre innenstadtnahe Lage zu einem beliebten Wohnstandort für junge Leute, Familien und auch Senioren. Vier Kindergärten, drei Schulen sowie verschiedene Kultureinrichtungen (Koeppenhaus, Falladahaus, Internationales Kultur- und Wohnprojekt - IKUWO) prägen maßgeblich das Stadtbild der Fleischervorstadt.